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Kinesiotape

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Die Entstehung des Kinesiotapes beginnt in den 70er Jahren und geht auf Dr. Kenzo Kase,einen japanischen Arzt und Chiropraktiker, zurück.

Der Unterschied des Kinesiotapes zu einem normalen Tape ist die Funktionsweise. Einen normalen Tape legt man an, um ein Gelenk zu stabilisieren, wenn es z. B. instabil ist. Ein Sportler hat sich die Außenbänder am Fuß verletzt und möchte zur Stabilisation einen Tape, weil der nicht so aufträgt wie eine Bandage.

Ein Kinesiotape hat eine sensorische Wirkung auf die Haut bzw. das darunter liegende Gewebe, also Muskel, Fascie, Gelenk, Lymphbahnen usw. und man behält die volle Beweglichkeit. Hierbei geht es um eine Reizung bzw. auch Sog- oder Zugwirkung auf die ebengenannten Gewebsarten und nicht vordergründig um eine Stabilisierung.

Der Kinesiotape besteht aus reiner Baumwolle und hat auf der Rückseite einen sog. wärmeaktiven Polyacrylkleber. Erst nach einer gewissen „Aufwärmphase“ hält der Kinesiotape richtig auf der Haut und kann seine Wirkung voll entfalten. Dieser Tape ist bis 140 % dehnbar, ein anderer Tape überhaupt nicht. Es gibt ihn in 3 Farben: rot, blau und hautfarben, je nachdem, wie er wirken soll. Einmal anregend/tonisierend, einmal beruhigend/detonisierend. Die Wirkungsweise der Farben kommt aus der asiatischen Farblehre.

Diesen Kinesiotape kann man über längere Tage tragen, man kann damit Sport machen, sich duschen und sogar in die Sauna gehen. Außerdem ist er mit anderen Therapiemethoden kombinierbar.
Bevor er angelegt wird muss die Haut trocken und fettfrei sein und die Ecken werden abgerundet, damit er weniger Angriffsfläche zum ablösen bietet. Man sollte ihn mind. 20 – 30 min vor dem Sport aufkleben und durch Reiben des Tapes den wärmeaktiven Kleber anregen.

Wirkungsweise:

  1. Verbesserung der Muskelfunktion
    (tonisierend/anregend oder detonisierend/beruhigend, je nach Anlage)
  2. Anregung und Verbesserung des Lymphflusses und der Durchblutung
    (da der Kinesiotape mit Vorspannung aufgeklebt wird bzw. der Muskel vor dem Tapen gedehnt wird bewirkt dies eine Anhebung der Haut, da Falten entstehen; der geringere Druck entlastet die Lymphgefäße und öffnet diese)
  3. Schmerzreduktion
    (durch die Hautverschiebung werden die Mechanorezeptoren ständig gereizt und diese Information wird an das „Gate-Controll-Zentrum“ im Gehirn gemeldet und entsprechend verarbeitet)
  4. Verbesserung der Gelenkfunktion
    (es werden die sog. Propriopzeptoren im Gelenk gereizt, die ständig Rückmeldung über die jeweilige Stellung des Gelenks im Raum an das Gehirn leiten)

Außerdem gibt es verschiedene Anlagetechniken, um eben die unterschiedlichen Gewebe zu reizen bzw. positiv zu beeinflussen:

  1. Muskel-Technik: anregend oder beruhigend, je nach Anlage, vom Ansatz bis zum Ursprung des Muskels oder umgekehrt
  2. Space-Technik: um die Bänder zu entlasten bzw. zu stabilisieren Fascien-Technik: um diese Gewebsschicht vermehrt zu durchbluten bzw. drainieren
  3. Korrektur-Technik: um z. B. die Kniescheibe nach innen zu korrigieren oder auch das Wadenbeinköpfchen
  4. Lymph-Technik: hierbei wird die Haut angehoben und es kommt zu verbessertem Lymphabfluss

V. a. für Sportler, aber auch bei akuten Muskelverletzungen, Tennisellenbogen, chronischen Nackenverspannungen usw., ist der Kinesiotape hervorragend einsetzbar. Die Kosten des Tapes richten sich nach dem Materialverbrauch pro Meter. Fragen Sie uns gezielt danach, ob in Ihrem Fall ein Kinesiotape Erfolg versprechen könnte. Wir werden unsererseits Sie ansprechen, dass, je nach Krankheitsbild, hier ein Kinesiotape
günstig wäre.

 

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